In Leisnig ist der (bereits zweite) spektakuläre Fall einer Cannabis-Plantage aus dem Februar jetzt vor Gericht zu Ende gegangen.
Damals, am 10. Februar, hatte die Polizei in einem Haus in der Schloßstraße eine riesige Indoor-Anlage aufgedeckt. 388 Pflanzen wurden damals sichergestellt, davon waren schon 176 abgeerntet. Insgesamt kam man auf 127 Kilogramm Pflanzenmasse mit einem THC-Gehalt von fast vier Kilo.
Der Betreiber, ein 44-jähriger Ukrainer, wurde direkt vor Ort festgenommen und saß seitdem in U-Haft.
Vor dem Amtsgericht in Chemnitz hat er gestanden. Die Richterin zeigte sich „beeindruckt“, wie professionell die Plantage aufgebaut war. Er selbst sagte, er habe finanzielle Probleme gehabt und Unterhalt für seine Kinder zahlen müssen. Seine Anwältin nannte ihn einen „kleinen Fisch“. Zu möglichen Hintermännern wollte er nichts sagen – „aus Angst um seine Familie“.
Am Ende bekam er zwei Jahre Haft auf Bewährung (vier Jahre Bewährungszeit) und durfte als freier Mann nach Hause gehen. Ob er nun in seine Heimat abgeschoben wird, war nicht zu erfahren.
Über den Einsatz und die Entdeckung der Plantage hatten wir damals schon live berichtet:
https://leisnig.info/wieder-cannabisplantage-entdeckt/