Der Leisniger Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18. Dezember einstimmig die „Verschmelzung“ der beiden Kindertagesstätten „Sonnenschein“ und „Wirbelwind“ beschlossen. Beide Einrichtungen werden vom VdK Sachsen getragen. Aber statt einer abrupten Schließung der Kita „Sonnenschein“ soll es ab 1. Januar 2026 eine schrittweise Fusion der beiden Einrichtungen geben – offiziell als Reaktion auf die stark sinkenden Geburtenzahlen in unserer Stadt.
Bürgermeister Graf sprach von einem Rückgang der jährlichen Geburten von rund 100 auf etwa 50 Kinder pro Jahr. Hinzu kommt, dass integrative Plätze für Kinder mit Behinderungen oder Migrationshintergrund bisher nur in der Kita „Wirbelwind“ verfügbar sind. Die Verwaltung sieht in der Zusammenlegung mehr Flexibilität und eine bessere Auslastung der vorhandenen Ressourcen.
Wichtig für die Betroffenen: Es handelt sich nicht um eine plötzliche Schließung der Kita „Sonnenschein“. Die Fusion soll schleichend ablaufen, Gruppen bleiben bis zum Wechsel auf die Schule möglichst zusammen, und das gesamte Personal der „Sonnenschein“ wird übernommen. „Wir wollen, ja müssen, eine wirtschaftlichere und bedarfsgerechtere Betreuung aus einer Hand schaffen“, hieß es im Sitzungssaal.
Der Beschluss ging ohne Gegenstimmen durch – offenbar sprechen die demografischen Zahlen eine zu deutliche Sprache.
Die Umsetzung erfolgt parallel zu geplanten Sanierungsarbeiten in der Kita „Wirbelwind“. „So bleibt den Kindern wenigstens eine Betreuung in Containergebäuden erspart“, so der Bürgermeister. Kitas in den Ortsteilen bleiben wohl unberührt.
Zum Schluss ein Augenzwinkern des Bürgermeisters: Er appellierte an die jungen Leisniger, die Weihnachtszeit doch zu nutzen, um der sinkenden Geburtenrate „tatkräftig entgegenzuwirken“.
Betroffene Eltern werden in den kommenden Tagen persönlich informiert. Aktuelle Infos gibt es auf www.leisnig.de oder direkt beim VdK Sachsen.